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Laurent Gendre erwarb sein Dirigentendiplom an der Spitze des Symphonieorchesters Radio Basel. Zweimal erhielt er den Studienpreis für Dirigenten der Vereinigung der Schweizer Musiker und bildete sich in Deutschland und Österreich weiter.
Laurent Gendre hat Konzerte mit folgenden Orchestern dirigiert: Orchestre de la Suisse Romande, Symphonieorchester Biel, Nationalorchester Lettland, Orchestre de Bretagne, Kammerorchester Lausanne und Genf, Jugendorchester Fribourg, Kammerorchester Neuchâtel, Barockorchester Die Freitagsakademie sowie Capriccio Basel. Seit 1998 ist er Chefdirigent des Stadtorchesters Thun. 2004 dirigierte er das Open-Air-Konzert des Berner Symphonie-Orchesters (BSO) anlässlich der Einweihung des neuen Bundesplatzes.
Seit 1994 ist Laurent Gendre Musikdirektor der Oper von Fribourg. Er brachte u.a. Werke auf die Bühne wie Don Giovanni, Le nozze di Figaro, Carmen, Die Fledermaus, La Périchole, L’Etoile, Die lustigen Weiber von Windsor, A Midsummer Night’s Dream, Don Pasquale, La Bohème, Il Trittico, Les aventures du Roi Pausole, La Pietra del Paragone, Il Mondo della Luna, Le pauvre matelot (Milhaud) et The Medium (Menotti), Fortunio (Messager) und zuletzt La Finta Giardiniera (Mozart). Aufführungen fanden teils auch in Lausanne, Genf sowie in Frankreich (Rennes, Reims, Dijon und Besançon) statt.
1994 gründete er das Ensemble Orlando Fribourg, das sich Chorwerken der Renaissance und des Barocks verschrieben hat. Er tritt damit erfolgreich im In- und Ausland auf und hat mehrere CDs eingespielt. Neu erschien 2007 der Tonträger zu Philippus de Monte, der im 16. Jahrhundert Komponist am österreichischen Hof gewesen war. 2006 war Laurent Gendre mit dem Ensemble Orlando und dem Barockorchester La Cetra Basel auf Tournee mit Bachs Messe in h-moll. Er ist Mitglied der Jury internationaler Chorwettbewerbe in Italien und in der Schweiz. 2000 war er Assistent und Chorleiter der Europäischen Barockakademie von Ambronay.
Seit 2001 ist Laurent Gendre musikalischer Leiter des Oratorienchors Bern (ocb). Mit dem ocb und dem BSO führte er folgende Chorwerke im Berner Münster auf: Debussys Le Martyre de Saint Sébastien, Schumanns Requiem für Mignon, Elgars The Dream of Gerontius, Mendelssohns Elias, Janáčeks Glagolitische Messe und Kodálys Te Deum, Bruckners f-moll-Messe und Brahms Ein deutsches Requiem; mit der Freitagsakademie Haydns Paukenmesse und Beethovens Christus am Ölberge.
März 2009 |