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Foto vom 14. März 2009

bis 2008 stand das Podium unter der grossen Orgel
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Fotos: Roland Stürchler
Der Oratorienchor Bern
Seit über 140 Jahren prägt der Oratorienchor Bern (ocb) das Berner Musikleben massgebend mit. Das Hauptgewicht der Konzertaufführungen des ehemaligen Cäcilienvereins liegt auf anspruchsvoller geistlicher Musikliteratur für grosse Chöre. Höhepunkte mit nachhaltiger Resonanz setzten in der Vergangenheit Aufführungen wie Johann Sebastian Bachs Matthäus-Passion, Giuseppe Verdis Messa da Requiem, Arthur Honeggers Jeanne d’Arc au bûcher mit dem Stadttheater Bern oder etwa auch Edward Elgars The Dream of Gerontius. Der ocb, der heute rund 140 aktive Sängerinnen und Sänger zählt, tritt regelmässig mit dem Berner Symphonie-Orchester (BSO) auf. Die Konzerte finden im Berner Münster, in der Französischen Kirche oder im Konzertsaal des Kultur-Casinos statt. Die Einladung der Staatsphilharmonie Târgu-Mures aus Siebenbürgen nach Bern führte unter dem früheren Chordirigenten Anton Knüsel zu Austauschkonzerten in Rumänien. Wiederholt trat der ocb unter Orchesterdirigenten auf wie Paul Klecki, Charles Dutoit, Gustav Kuhn, Nello Santi, Klaus Weise oder Martin Flämig und beteiligte sich im Sommer 2002 am Jubiläumskonzert des BSO in Beethovens 9. Symphonie unter der Stabführung von Dmitrij Kitajenko.
Seit neun Jahren leitet der Freiburger Chorleiter und Orchesterdirigent Laurent Gendre den ocb. Seinen Einstand gab der junge Romand 2002 mit Claude Debussys Oratorium Le Martyre de Saint Sébastien und mit Robert Schumanns Requiem für Mignon. Danach folgten Joseph Haydns Paukenmesse und Beethovens selten aufgeführtes Oratorium Christus am Ölberge. 2004 stand nach 1987 wiederum Edward Elgars The Dream of Gerontius auf dem Programm, danach kamen Felix Mendelssohns Elias und Leoš Janáčeks Glagolitischer Messe und Zoltan Kodálys Te Deum, Anton Bruckners f-moll-Messe, Johannes Brahms' Ein deutsches Requiem und im vergangenen Jahr Antonin Dvořáks Requiem zur Aufführung.
Dank der Schenkung Dr. Max und Elsa Beer-Brawand war es bis anhin möglich, immer wieder auch international bekannte Gesangssolistinnen und -solisten aus dem In- und Ausland zu verpflichten, die den Konzerten des ocb einen besonderen Glanz verleihen. Der ocb veranstaltet auch kleinere Konzerte. So erklangen anlässlich der Herbstkonzerte in der Heiliggeistkirche u.a. wenig bekannte Opernchöre von W. A. Mozart, A cappella-Werke von Johannes Brahms und Pjotr I. Tschaikowski sowie Brahms' Zigeunerlieder. Nebst der Konzerttätigkeit organisiert der ocb Vorträge von Musikwissenschaftlern sowie Kulturreisen mit Konzert- und Opernbesuchen im Ausland auf den Spuren jener Komponisten, deren Werke einstudiert werden.
Anne-Marie Kohler (März 2010) |